Setzen Sie menschliche Prüfung an den entscheidenden Stellen ein
Gestalten Sie Freigabeschritte so, dass Menschen die Belege, Befugnisse und Zeit für eine fundierte Entscheidung erhalten

01 / 05
Trennen Sie Vorbereitung und verbindliches Handeln
Ein KI-Workflow kann Informationen sammeln, einen Entwurf erstellen und einen nächsten Schritt empfehlen, ohne befugt zu sein, diesen Schritt für das Unternehmen verbindlich auszuführen. Bestimmen Sie vor der Automatisierung den Punkt, an dem aus Vorbereitung eine Handlung wird: eine Nachricht versenden, einen Datensatz ändern, einen Antrag freigeben oder einen nachgelagerten Prozess auslösen.
Bilden Sie diese Grenze im Workflow selbst ab. Machen Sie deutlich, welche Ergebnisse Entwürfe sind, welche Aktionen erlaubt sind und welche eine ausdrückliche Freigabe erfordern. Eine prüfende Person sollte nicht aus der Formulierung einer Statusmeldung erschließen müssen, ob eine Aktion bereits ausgeführt wurde.
02 / 05
Geben Sie der prüfenden Person genügend Kontext
Eine Prüfoberfläche sollte erklären, was vorgeschlagen wird und warum. Zeigen Sie die ursprüngliche Anfrage, das vorgeschlagene Ergebnis, das relevante Quellenmaterial und die Informationen, die nicht geklärt werden konnten. Wenn eine Aktion einen Datensatz verändert, stellen Sie den bisherigen und den vorgeschlagenen Wert nebeneinander dar.
Richten Sie die Übergabe an der tatsächlichen Verantwortung der prüfenden Person aus. Wer ein Dokument auf Vollständigkeit prüft, benötigt andere Informationen als jemand, der eine Zahlung freigibt. Überfordern Sie beide nicht mit demselben ungefilterten Aktivitätsprotokoll. Machen Sie die für die Entscheidung benötigten Unterlagen leicht zugänglich und prüfbar.
03 / 05
Klären Sie Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnisse
Legen Sie fest, wer welche Art von Aktion freigeben darf und wie die Aufgaben diese Person erreichen. Definieren Sie, was geschieht, wenn die Person nicht verfügbar ist, zwei Personen unterschiedlicher Meinung sind oder eine Anfrage ihre Befugnisse übersteigt. Für jede Ausnahme braucht es eine zuständige Person und einen Weg zurück in den Prozess.
Eine Prüfung sollte eine echte Entscheidung ermöglichen. Bieten Sie die Möglichkeit, einen Vorschlag abzulehnen, zu korrigieren oder weitere Informationen anzufordern – jeweils mit einer nachvollziehbaren Begründung für die nächste Person. Dokumentieren Sie die abschließende Entscheidung und verknüpfen Sie sie mit dem tatsächlich geprüften Ergebnis, damit spätere Änderungen nicht versehentlich eine frühere Freigabe übernehmen.
04 / 05
Planen Sie zuerst die schwierigen Fälle
Spielen Sie Fälle mit fehlenden Dokumenten, widersprüchlichen Anweisungen und einem nicht verfügbaren nachgelagerten System durch. Entscheiden Sie, ob der Workflow wartet, einen eingeschränkten Entwurf erstellt oder die Aufgabe an eine Person übergibt. Erläutern Sie den aktuellen Zustand klar, damit eine ausbleibende Rückmeldung nicht als erfolgreicher Abschluss verstanden wird.
Berücksichtigen Sie auch wiederholte Anfragen. Wenn eine Person zweimal auf Freigeben klickt oder die Verbindung nach einer Aktion abbricht, muss der Workflow vor einem erneuten Versuch feststellen können, was bereits geschehen ist. Das Ergebnis sollte sichtbar sein, ohne dass die nutzende Person rätseln muss, ob die Aufgabe doppelt ausgeführt wurde.
05 / 05
Prüfen Sie, ob die Übergabe im Alltag funktioniert
Beobachten Sie während des Pilotprojekts, wie prüfende Personen den Workflow nutzen. An welchen Stellen müssen sie ein anderes System öffnen? Welche Erklärungen sind unklar? Bleiben Vorschläge liegen, weil die zuständige Person oder benötigte Informationen fehlen? Solche Beobachtungen können Verbesserungsmöglichkeiten sowohl für den Prozess als auch für den Assistenten aufzeigen.
Nutzen Sie diese Rückmeldungen, um die Freigabegrenzen und die Darstellung der Belege zu verbessern. Stimmen Sie den Automatisierungsgrad darauf ab, was das Team beurteilen und betreiben kann. Menschliche Aufsicht funktioniert am besten als bewusst gestalteter Bestandteil des Workflows, mit klarer Verantwortung bei jeder folgenreichen Entscheidung.
Nutzen Sie diese Fragen als Ausgangspunkt und stimmen Sie anschließend die Details für Ihren eigenen Workflow und Ihre Umgebung ab
Zurück zu allen Leitfäden

